Toro Toro

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Ausflug in den Nationalpark

Ein spontaner Wochenendausflug, mit unglaublich faszinierender Landschaft, etwas huckeligen Fahrten, Höhlen, Tropfsteinabendteuer, Abkühlung mit Wasserfällen und viel zu lachen.

ein paar eindrücke unseres trips:

Begonnen hat alles mit einer sehr spontanen Entscheidung nach unserem Unterricht am Freitag. „Wir haben eigentlich nicht mehr so viele Wochenenden in Cochabamba an denen wir Ausflüge in die Umgebung machen können, wir müssen die jetzt noch nützen…“ also haben wir – also Elias, Jonas und ich – uns fast ein bisschen dazu überwunden, das jetzt an zu gehen. Aber nachdem wir nochmal bei unseren Sprachlehrer*innen nachgefragt haben, „wie was wo“ wir bedenken sollen/müssen, waren wir schon voll in Reiselaune. Dann gings schnell nachhause zum Mittagessen und Packen. Zwei Stunden später starteten wir auch schon mit einem Minibus (für 12-14 Personen) Richtung TORO TORO. Die Fahrt war sehr aufregend und wir wussten eigentlich überhaupt nicht was uns erwartet… (was es eben so spannend gemacht hat). Die Straßen waren teils asphaltiert, teils einfach Baustelle und zum Schluss wurden wir nochmal richtig durchgeschüttelt – „Steinstraße“. Aber das war gar nicht der Hauptfokus sondern einfach die wunderschöne Landschaft, dir blad nachdem wir die urbane Zone verlassen hatten, erreichten und die kleinen Ortschaften, die wir durchquerten. Ich konnte mich die ganze Fahrt – 3 1/2h – nicht sattsehen : )
Beim Angekommen in der Dämmerung gegen 18:30, konnten wird dann auch noch die Berge im schönen Abendlicht bewundern.

Nachdem ich unversehrt meinen Rucksack vom Dach des Minibusses zurückbekommen haben, machten wir uns auf die Suche nach einer Unterkunft. Wir sind ein bisschen durch die Straßen von Torr Toro (Dorf) spaziert und haben recht schnell ein „Hostal“ gefunden, das uns angesprochen hat.
60Boliviano also 7.5Euro pro Nacht inklusive Frühstück und Wlan – Perfekt, nehmen wir : )
Zimmer bezogen, Hostel erkundet, abendgegessen und ein „Ankunfts-auf unsere Spontanität“-Bier musste natürlich aus sein.

Toro Toro – das Dorf

1. Tag – Samstag: Um genügend Zeit zuhaben, sind wir schon um 7Uhr aufgestanden und waren nach einem guten Frühstück (Brot, Eierspeis, Früchte und Kaffee/Tee) schon bald beim Büro des Nationalparks, um unseren Eintritt zu bezahlen – 100Bolivianos/12Euro (nicht schlecht… aber wie wir später herausgefunden haben, ist das der Preis für bis zu vier Tage, was sich dann schon wieder rentiert) Außerdem haben wir auch einen Guía (Guide) – das ist verpflichtend – gebucht.
Am Plan standen zwei Spots.
Ciudad de Itas
&
La Caverna
(eine Tropfsteinhöhle)
Wir begannen unsere erste Tour mit einer guten Stunde Auto fahrt auf eine Höhe von 3.700m.

Eine der Kathedralen

Ciudad de Itas

An unserem ersten Ziel, erwartete uns eine „Stadt“ aus Höhlen, die vermutlich durch Wasser und Wind entstanden sind und die vor langer Zeit von den Itas (einem Indigenen Volk noch vor den Imkern) bewohnt wurden. Es gibt einen „Plaza principal“ und mehrere „Catedrales“. Auf dem netten Rundweg konnten wir auch einige Steintier (die Bolivianer*innen können viel in Steinformationen hinein interpretieren…) entdecken und eine wunderbare Aussicht genießen.

Ausblick auf den Nationalpark

Nach der ersten Etappe, fuhren wir zu einem netten „Jausenplatz“, wo es in einer „Hütte“ ein Mittagsmenü gab. Davon war die Suppe sogar vegetarisch – sehr selten – und echt „rico“(lecker) war. Also haben wir bei wunderschönem Ausblick
(siehe Foto ->) ein kleines Mittagessen mit unseren Guías und dem Fahrer genossen, wonach es auch schon weiterging.

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Drei Verrückte in den Tiefen der Berge

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Vor dem Abstieg

CAVERNA UMAJALANTA

Das zweite Ziel war „más una aventura“ wie es unser guía gern betont hat. (Er hat generell versucht uns alles auf Spanisch zu erkläre, was ich gar nicht so schlecht verstanden habe…) Wir haben so zusagen am Fuße eines Berges Helm mit Stirnlampe bekommen und unsere Rucksäcke abgegeben. Dann gings ab ins Innere des Berges. Die Wege waren ab und zu recht feucht und sehr eng, was die „Exkursion“ noch aufregender gemacht hat. Wir haben uns durch sehr enge „Gässchen“ gezwängt, um dann wunderschöne Tropfsteinsälen zu erreichen. Auch hier waren die Bolivianer*innen wieder sehr kreativ und haben unterschiedlichste Motive in den Tropfsteinformationen entdeckt, wie zum Beispiel einen Buddha, einen mexikanischen Hut, einen Christbaum oder ein gefülltes Champagnerglas… ich find das so nett!! Auf dem Rückweg konnten wir dann auch nochmal das Wasser hören und sehen, das durch die Grotten fließt – so schön. Ein besonderer Moment war für mich auch, als wir alle unsere Lampen ausschalteten und es einfach stockdunkel und ruhig um mich herum war.

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gerade noch geschafft… ´: )

Nach der ersten Tour kamen wir um 16Uhr voller neuer Eindrücke und mit einem Lächeln im Gesicht zurück ins Dorf. Bevor wir am „mercardo“ abendgegessen haben, brauchen wir alle eine angenehme Dusche und ich auch einen kleinen feinen Yoga Flow auf der Terrasse. Außerdem erkundeten wir in der „golden hour“ auch nochmal ein bisschen das Dörfchen so wie seine Umgebung.
Den Abend ließen wir unter einem wunderschönen Sternenhimmel mit spannenden Gesprächen und natürlich cervesa ausklingen.

2. Tag – Sonntag: Es ging nach dem Frühstück wieder so um 8:30 mit dem selben guía Fredy – auch Felix genannt – los. An diesem Tag haben wir nur den halben Tag eingeplant, da wir ja auch noch zurück nach Cochabamba fahren mussten.
Also stand auf dem Programm:
Huellas de dinosaurios (Fußabdrücke von Dinos)
&
VERGEL (Canyon und Wasserfälle)

HUELLAS

Die Tour begann mit einem kleinen Rundgang, bei dem wir Fußabdrücke von Dinosauriern sehen konnten. Eigentlich echt schwer vorstellbar, aber jetzt auch nicht so interessant für mich… aber die Leute hier sind recht stolz auf ihre Funde und schätzen sie sehr.

VERGEL

Danach fuhren wir ein Stück weiter und landeten bei einem ausgetrockneten Flussbett, wobei uns erzählt wurde, dass in der Regenzeit (Dezember-Februar) hier ein recht starker Fluss fließt. Stattdessen konnten wir die trockenen Wasserfälle erkunden und uns vorstellen wie es mit Wasser aussehen würde – auch echt spannend. Nachdem wir dem Flussverlauf etwas gefolgt sind, erreichten wir den großen Canyon, der bis zu 100 Meter tief ist. Ein echt atemberaubender Anblick. Nach einigen Fotos – unser guía Fredy macht gern Fotos – gings runter in den Canyon zum eigentlichen „Vergel“ – den Wasserfällen. der Abstieg war recht lang und wir haben uns dabei schon gedacht, dass wir das alles später wieder rauf müssen… puhh haha…
Aber zuerst sind wir mal an einem echt „märchenhaften“ Ort angekommen. Wunderschönes klares Wasser in Kombination mit schön grünen Pflanzen und dem Rauschen der Wasserfälle. Der perfekte Ort um baden zu gehen. Und das taten wir dann auch… herrlich so eine Dusche unter einem Wasserfall – echt empfehlenswert ; )
Nach der Abkühlung und ein bisschen Sonne tanken, ging es auch schon wieder hinauf. Es gab zwar Stufen, aber auf die prallte zu der Zeit völlig die Sonne, was mich noch mehr zerschmelzen lies… haha – aber so schlimm war es jetzt auch nicht und wir haben es alle heil wieder zurück nach oben geschafft, wo uns auch schon ein kleines Kiosk mit der gleichen Suppe wie am Samstag erwartete. Sie war wieder sehr gut, nachdem wir das unerwartete Fleisch in der Suppe unserem Flexetaria Jonas gegeben haben – gut, dass einer von uns Fleisch ist ; )
Und dann – war auch schon diese Tour zu Ende und wir fuhren zurück in Dorf.

Zurück in Toro Toro half uns Fredy noch Plätze in einem Bus für die Rückfahrt zu reservieren und brachte uns direkt vor die Hostelhaustür – so lieb!
Dort holte ich meine restlichen Sachen und wir gönnten uns vor der Abfahrt noch einen interessanten Frappocino/Frape… Nachdem wir uns auch noch eine ultra billige Jause aus Pan y Queso (Brot und Käse) gekauft haben, konnte die Fahrt los gehen.

Auf der Heimfahrt teilen wir für um die 4h den Bus nicht nur mit vielen weitern Menschen sondern auch mit einem Huhn und zwei Hasen – das ist hier vermutlich normal… Die Fahrt war zunächst recht anstrengend, weil wir drei voll müde waren, aber es bei den Straßen einfach nicht wirklich möglich ist im Auto zu schlafen ohne sich jede Minute den Kopf zu stoßen…
jedenfalls mussten wir uns dann einfach daran hindern zu schlafen… haha
Und dann noch, kurz bevor wir Cochabamba erreichten, platzt uns ein Reifen… gut, dass das nicht bei vollem Tempo passiert ist… aber der Fahrer hatte relativ schnell alles wieder im Griff und wir kamen gut zurück. Auf dem Weg nachhause – ihr müsst wissen ich bin mit zwei Jungs mit viel Appetit unterwegs – mussten wir dann noch bei einer „Pizzeria“ stehen bleiben um unsere Mägen mit sowas ähnlichem wie einer Pizza ; ) zu füllen… naja sie war in Ordnung… haha

Zuhause angekommen, war und bin ich sehr dankbar, dass wir diesen Trip gemacht haben, so viel Beeindruckendes sehen konnten und so viel Spaß dabei hatten. All das konnte ich dann auch meiner Familia und in der nächsten Woche auch unseren Sprachlehrer*innen – natürlich auf Spanisch – erzählen. : )

Freu mich schon auf die nächsten Wochenendtrips und davon zu berichten. Ich geh jetzt auch gleich meine Jause für morgen einkaufen. Morgen geht’s nämlich auf den „Pico Tunari“, den höchsten Berg Cochabamabas. Mal sehen wie’s mir auf 5.000m Höhe geht…

Alles Liebe und bis bald,

Clara!
PS: In diesem Post hab ich mich ein bisschen mit dem Layout gespielt...
also kann es sein, dass es nur am Laptop gut ausschaut... aber ja ändern wollt ich es jetzt auch nicht mehr... hihi hoffe es ist alles lesbar, wenn nicht bitte melden 😉

2 Antworten zu „Toro Toro”.

  1. Avatar von Magdalena
    Magdalena

    Soo schön 🥰
    Dickes Bussi aus Wien

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  2. Avatar von erichleitner
    erichleitner

    Hey Clara, mich freut, von deiner Freude über das Land und die Menschen zu lesen. So lebendig. Alles Liebe

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